Kein „weiter so“ am Niedersedlitzer Bahnhof!

SPD-Fraktion Dresden drängt auf zeitnahe Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes

Der „S-Bahnhof Niedersedlitz“ bildet einen Knotenpunkt für den öffentlichen Nahverkehr im Dresdner Osten. Seit Jahren fordern Anwohner/innen sowie Pendler/innen eine Sanierung des Bahnhofsvorplatzes – doch augenscheinlich passierte bislang nichts. Stattdessen hängen die Planungen zur Sanierung und Umgestaltung des Haltepunktes in der Warteschleife – eine entsprechende Beschlussvorlage sollte bereits 2013 für den Stadtrat zum Beschluss erarbeitet werden. Und auch die am 15. Januar 2014 im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau beschlossene öffentliche Auslegung der Planungen in den Stadtbezirken Prohlis und Leuben sowie die Durchführung einer Bürgerversammlung lassen weiter auf sich warten.

In einer Anfrage konfrontierte SPD-Stadträtin Kristin Sturm die Stadtverwaltung jüngst mit dem aktuellen Stand des Verkehrsbauvorhabens. Als Begründung für die Verzögerungen verwies das Rathaus auf fehlende Personalkapazitäten sowie die Prioritätensetzung für andere Verkehrsbauvorhaben. Und weiter: „Eine Wiederaufnahme der Planungen kann, nach derzeitigem Stand und ebenfalls unter Beachtung der oben genannten Kriterien, frühestens 2020 erfolgen.“

Zu dem aktuellen Stand des Verkehrsbauvorhabens erklärt Kristin Sturm, Stadträtin der SPD für den Dresdner Osten:

„Seit nunmehr sechs Jahren argumentiert die Stadt anhand ihrer „Mehrbedarfsliste“, dass es zahlreiche weitere Maßnahmen gibt, die eine höhere Dringlichkeit aufweisen. Sechs Jahre, in denen sich die Beschaffenheit des stark frequentierten Bahnhofsvorplatzes immer weiter verschlechterte. Auch mit der Fertigstellung der Seniorenwohnungen unweit der Haltestelle erfährt die Sanierung des „S—Bahnhof Niedersedlitz“ aufgrund seines baulich schlechten Zustandes sowie fehlender Barrierefreiheit einmal mehr an Priorität. Die Stadt muss nun endlich aktiv werden und die Planungen vorantreiben, um die Umsteigesituation für alle bedarfsgerecht und angemessen umzubauen.

Sturm weiter:

„Die Stadtverwaltung blockiert zudem seit Jahren die Beteiligungsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Niedersedlitz. Nicht nur die öffentliche Auslegung der Planungen, auch die Durchführung einer frühzeitigen Informationsveranstaltung wurde immer wieder nach hinten verschoben. Um die Qualifizierung der Baumaßnahmen auch mittels der Anregungen, Vorschlägen und Bedenken der Dresdnerinnen und Dresdner endlich voran zu bringen, fordern wir die Verwaltung auf, die längst beschlossenen Beteiligungsformate zur Neugestaltung des Haltepunktes endlich durchzuführen. Ein „weiter so“ an diesem hochfrequentierten Umsteigeplatz werden wir nicht länger dulden.“

Kristin Sturm

Ich bin niemand, der meckert. Ich mache lieber. Ich will nicht lange um Themen herumreden, sondern sie anpacken. Ich bin der Gegenwind in stürmischen Zeiten, Kristin Sturm eben. Wollen Sie, dass Pegida durch Ihren Stadtteil marschiert? Möchten Sie, dass ein Kieswerk vor Ihrer Haustür entsteht? Finden Sie es in Ordnung, dass es in Ihrer Wohngegend keine Parkplätze gibt? Das sind nur ein paar Themen, denen ich mich verpflichtet fühle.