Meine Arbeit stadtweit

Tourismus: Eine Stadt für alle

Frauenkirche, Semperoper, Fürstenzug oder die historischen Dampfschiffe auf der Elbe: Es gibt für Touristen viele Gründe nach Dresden zu kommen. Kein Wunder also, dass 30 Prozent der Arbeitsplätze in der Stadt deshalb eng mit dem Tourismus verbunden sind. Hoteliers und ihre Angestellte, Taxifahrer, Köche und Servicepersonal in den Restaurants oder Gästeführer verdienen alle daran, dass Menschen unsere Stadt besuchen. Für die Wirtschaft ist das ein wichtiger Sektor.

Deshalb ist es wichtig, dass wir deutlich machen, dass Dresden eine Reise wert ist. Dazu gehört auch, dass ich mich im Aufsichtsrat der Dresden Marketing GmbH dafür stark mache, das Image von Dresden wieder in ein gutes Licht zu rücken. Wir müssen den Leuten da draußen zeigen, dass wir uns nicht auf die Bilder von Pegida-Demonstrationen reduzieren lassen, dass wir eine Stadt sind, in der rechtes Gedankengut keinen Platz hat.

Für das neue Bild von Dresden ist es aber auch wichtig, sich nicht nur auf die historischen und kulturellen Reize der Stadt zu verlassen. Dresden sollte auch für Innovatives und Modernes stehen. Neue Festivals, außergewöhnliche Shows und Konzerte müssen etabliert werden, um eine neue Zielgruppe anzusprechen. Wir müssen gemeinsam Argumente finden, Jung und Alt davon zu überzeugen, dass Dresden einen Besuch wert ist.

Sport bringt Menschen zusammen

Der Sport ist mir wichtig, nicht nur weil ich selbst gern zum Joggen oder Boxen gehe oder im Wirtschaftsbeirat der Eislöwen sitze. Sport verbindet die Menschen, bringt sie zusammen. In einer Stadt ist der Vereinssport deshalb immens wichtig. Dort treffen Bürger verschiedenster Herkunft aufeinander. Doch für manche gibt es eine Hemmschwelle, sich in einem Verein anzumelden oder zumindest zum Probetraining vorbeizuschauen. Das will ich ändern. Ich möchte die Vereine ermutigen, in die Stadtteile zu gehen, um mit den Leuten dort vor Ort Sport zu machen. Gerade in sozialen Brennpunkten in Dresden wäre das eine Bereicherung für alle.

Für guten Sport sind auch gute Trainingsbedingungen notwendig. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass die Sportstätten nach und nach saniert werden. Das muss Priorität haben. Bis 2026 investiert die Stadt 40 Millionen Euro für die Modernisierung des Heinz-Steyer-Stadions. Mit der zweiten Eisfläche, die in der Nähe gebaut wird, entstehen attraktive neue Möglichkeiten. Wichtig ist, dass in Dresden in jedem Stadtteil auch ein Schwimmbad existiert. Nur das garantiert, dass Kindern der Schwimmunterricht in Wohnortnähe ermöglicht wird. Ich möchte mich auch weiterhin für sie und ihre Eltern stark machen, damit Sportangebote im eigenen Stadtteil genutzt werden können und Familien nicht ewig durch die Stadt fahren müssen, um Sport zu machen.

Etwas gehört natürlich unbedingt in unsere Stadt: Dynamo Dresden. Die Dresdner SPD hat sich schon immer für den Fußballverein engagiert und ihn unterstützt. Wir haben das Jugendzentrum von Dynamo maßgeblich mit vorangebracht und werden auch weiterhin an der Seite des Vereins stehen, als zwölfter Mann sozusagen.

Bei Digitalisierung jeden mitnehmen

Guter Empfang, kein Empfang, wenig Empfang, null Empfang. Wer mit dem Handy durch Dresden läuft, steht an vielen Stellen im digitalen Niemandsland. An verschiedenen Orten gibt es verschiedene W-Lan-Netze. Immer wieder muss man sich in ein anderes Netz einklinken. Eigentlich kein Aushängeschild für eine Stadt, die bei Touristen und neu anzusiedelnden Unternehmen punkten will. Deshalb setze ich mich für ein einheitliches W-Lan in Dresden ein. In einem Antrag im Dresdner Stadtrat habe ich bereits einen Vorschlag gemacht, wo und wie das eingerichtet werden müsste und was es kosten könnte.

Ich stehe grundsätzlich für Digitalisierung, bin aber längst kein sogenannter „Digital Native“, der nur mit Smartphone und Tablet unterwegs ist. Doch die Zukunft wird nun einmal digital sein. Auch die Zukunft des Arbeitsmarkts. Gerade für Klein- und Kleinstunternehmen ist es aber schwierig, in Sachen technische Entwicklung am Puls der Zeit zu bleiben. Eine gute Weiterbildung auf diesem Gebiet kostet zwischen 2000 bis 3000 Euro. Viel Geld für solche Firmen. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass ein Fonds für diese Unternehmen eingerichtet wird, der sie bei solchen Schulungen finanziell unterstützt. Die Mitarbeiter müssen arbeitsfähig bleiben, keiner darf nur aufgrund technischer Entwicklungen abgehängt werden.

Momentan sind einige Stadtteile aber hinten dran, wenn es um eine schnelle Internetverbindung geht. Ein unzumutbarer Zustand. Der Breitbandausbau muss im gesamten Stadtgebiet forciert werden. Das ist nicht nur für die private Nutzung digitaler Technologien notwendig. Auch für Firmen bleibt der Standort Dresden nur interessant, wenn sie in ihrem Stadtteil auch eine schnelle Internetverbindung haben. Business ohne Internet: In heutigen Zeiten ist das keine Option mehr.

Auch in Sachen Bürgeranliegen und Verwaltung geht es in Dresden digitaler. Schon jetzt können Bürger zwar Formulare online ausfüllen oder Termine im Bürgeramt bequem im Internet buchen. Aber da gibt es noch Potenzial. Bis 2025 sollte die sogenannte elektronische Akte in der Verwaltung flächendeckend genutzt werden. Damit könnten auch alle Bürgeranliegen und Formulare digital abgewickelt werden. Natürlich ist es aber auch in Zukunft wichtig, dass die Ortsämter persönlich für die Bürger da sind.

Eine gute Ausbildung in den technologischen Dingen, die heute und in Zukunft möglich sind, muss schon in der Schule beginnen. Doch 125 von 156 Schulen in Dresden sind ins Sachen Computer, Internet & Co. nicht ausreichend ausgestattet. Das ist kein Zustand. Die Stadt muss für den Breitbauausband sorgen, damit Kinder und Jugendliche gut ausgebildet in die digitale Welt aufbrechen können.

Wirtschaft: Firmen unterstützen, Arbeitsplätze für alle fördern

Wenn sich ein großes Unternehmen in Dresden ansiedelt, ist die Freude immer groß. Wenn hunderte Arbeitsplätze entstehen, ist das natürlich fantastisch. Aber wussten Sie, dass 60 Prozent der Betriebe in der Stadt weniger als neun Beschäftigte haben? Das zeigt, wie wichtig es ist, auch für diese Unternehmen ein attraktiver Standort zu bleiben. Das heißt unter anderem, dass wir auch für diese Firmen Gewerbeflächen vorhalten – nicht nur für die großen.

Seit 2015 bin ich wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat, sitze in den Aufsichtsräten der Dresden Marketing GmbH und des Nanozentrums. Ich sehe den Konflikt, der derzeit entsteht. Den Bedarf an Wohnbauflächen einerseits und an Gewerbeflächen auf der anderen Seite. Wir müssen aufpassen, dass wir für die Menschen, die hier leben möchten, und Firmen, die hier tätig werden wollen, gleichermaßen attraktiv bleiben. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass die Stadt künftig viel stärker als bisher mit Kommunen im Umland an gemeinsamen Gewerbestandorten arbeitet.

Dresden steht schon heute für Hightech, für innovative Ideen. Dass die TU Dresden als Exzellenzuniversität dieses Bild noch unterstützt, ist wunderbar. Ein Standortfaktor sind deshalb gut ausgebildete Fachkräfte. Trotzdem darf es nicht sein, dass die großen Unternehmen in der Stadt lediglich Jobs für Akademiker vorhalten. Auch Menschen ohne Uniabschluss sollen künftig einen guten Arbeitsplatz in Dresden finden. Diese Entwicklung müssen wir aktiv fördern. Meine Fachkräftestrategie habe ich im Jahr 2018 als Vorschlag in den Stadtrat eingebracht und dafür fraktionsübergreifende Zustimmung erhalten.

Die Gründerszene in Dresden ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Vor allem auch junge Unternehmer mit guten Ideen trauen sich den Schritt zur Firmengründung. Sie heißt es weiterhin zu unterstützen und attraktive Möglichkeiten für sie anzubieten. Denn wo sich neue Firmen ansiedeln, entstehen auch neue Arbeitsplätze.